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VHILS: Der kreative Vandale

MUSIC & CULTURE
VHILS: Der kreative Vandale

 

Der portugiesische Künstler Vhils erweckt Wände zum Leben

Farbe, Pinsel, Staffelei? Braucht Vhils alles nicht. Der 25-jährige Künstler sprengt, hämmert und meißelt seine großflächigen Portraits aus Mauern heraus. Wo ist egal. Seine Werke lassen sich zwischen Lissabon und London, Shanghai und New York finden. Als kreativen Vandalismus könnte man seine Arbeit auch betiteln.
Was sich aber aggressiv anhört hat eine vielmehr poetische und sensible Message, die beim Betrachter ankommt. Die internationale Kunstszene feiert den „Central Saint Martins“- Absolventen bereits als den nächsten Superstar der Urban Art.

Wer bisher nicht gegen eine der lebendigen Mauern gelaufen ist – seine erste Monographie ist kürzlich in einem eindrucksvollen 160-seitigen Band des GESTALTEN Verlags erschienen.


Madeleine Abeltshauser López-Cobo hatte außerdem die Möglichkeit für frontlineshop.com Vhils selbst einige Fragen zu Buch, Kunst und Wänden zu stellen:

MALC: Ein Buch aus Papier und Farbe. Deine Arbeit besteht sonst aus Stein.
Fühlt es sich trotzdem wie dein Kunstwerk an oder eher wie ein Fremdkörper in deinem Portfolio?

VHILS: Meine bekannten Stücke bestehen aus Stein, aber ich arbeite seit langem auch mit Materialien wie Papier oder Holz. Das Buch ist definitiv ein Teil von mir. Jedes Stück an dem ich je gearbeitet habe, hat seinen eigenen Kontext. Aber wenn sie, wie in dem Buch gesammelt zu sehen sind, bekommen sie eine ganz neue Energie. Es ist, als ob all die einzelnen Teile endlich eine Stärke als Gesamtbild erlangen. Eine Art Storyline.

Was war das Konzept?
Die Grundidee war es meine Arbeiten ab 2007, als ich begann an der Serie zu arbeiten, bis heute zusammeln. Das Buch wurde nun zu dem Ort, an dem alles zusammen kommt und es zu einem Werk vereint.

Für viele Menschen ist eine Wand eine Barriere, ein Symbol für Freiheitsverlust. Was für eine Bedeutung hat sie für dich?
Das sehe ich eigentlich auch so und das ist der Grund, warum ich ihnen mehr
Menschlichkeit geben möchte. Symbolisch gesehen ist es eine Art von Befreiung. Ich erwecke die Mauern zum Leben. Ich sehe diesen Akt als eine Art moderne archäologische Ausgrabung. Mit dem Aufdecken von versteckten Schichten, in Form von Gesichtern, gebe ich ein Stück Menschlichkeit zurück und zeige es gibt keine Mauern in der Natur.

Welches ist deine Lieblingsseite bzw. dein Lieblingsstück?
Es ist für mich schwierig eines auszuwählen. Auch wenn ich sehe, dass eines besser geworden ist, als das andere. Ich habe eine persönliche Beziehung zu ihnen. Aus ihren Fehlern lerne ich. Einige der Fotografen in dem Buch sind sehr gut und holen etwas ganz bestimmtes aus jedem Bild heraus. Miguel Moores Texte haben perfekt die poetische Dimension erfasst, die meine Arbeit stets begleitet und die ich versuche zu kommunizieren.

Für den Fall, dass du einmal keine freie Wand findest, würdest du das Buch
benutzen?

Vielleicht würde ich das Buch nicht unbedingt anschnitzen, aber wenn ich mich jemals in den Wäldern wieder finden würde ohne Toilettenpapier und es wäre in meinem Rucksack…

Lebt Street/Urban Art mehr als alle anderen Arten von Kunst? Weil sie sich täglich weiterentwickelt und sich mit seiner Umwelt mit verändert?
Urban Art scheint kompromissloser und näher. Sie ist leichter zugänglich als andere Formen von Kunst in Museen. Ich denke, es ist noch zu früh, den Einfluss auf die Gesellschaft beurteilen zu können. Derzeit herrscht große Bewegung in der urbanen Kunst. Schließlich erreicht sie eine breitere Masse und berührt die Menschen auf eine Art und Weise, zu der andere Kunstformen nicht mehr fähig zu sein scheinen. In diesem Sinne lebt sie bzw. ist mehr präsent. Ich liebe die Dynamik dieser Bewegung, aber sie ist auch voller Widersprüche.

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